Hel - Totenreich

Hel (Hellia, Helheim, nord. „Hölle”, „Höllenwelt, -raum”) ist zum einen das Totenreich unter den Wurzeln Yggdrasills, zum anderen Name der Todesgöttin selbst.

Das Totenreich ist das Ziel für alle, die auf dem Land an Krankheit oder Altersschwäche sterben. Ertrunkene gehören der Ran und die Kriegstoten als Einherier je zur Hälfte Odin und Freya. Auch Götter müssen den „Helweg” gehen, beispielsweise Balder nach seiner versehentlichen Tötung durch Hödur.

Hel umfaßt neun Welten. Das Reich liegt in der Unterwelt Niflheim. Das überschreiten des Gatters der Brücke Gjallarbru, die über den Fluß Gjöll führt bedeutet ewigen Abschied. Ein Hund hält hier Wache, sein Name ist Garm.

In Hels unterirdischer Halle kräht ein braunroter Hahn, so wie bei den Göttern der Hahn Güldenkamm und bei Eggdir der feuerrote Hahn Fjalar kräht. (Voluspá, 35)

Die Christen machten aus Hel, dem Aufenthaltsort der Toten, die Hölle als Strafort mit entsetzlichen Foltern.